unsere Angebote + Dienstleistungen

    / Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung

    Zuständige Mitarbeiter

    Frau Renate Rosenau

    Leistungsbeschreibung

    Die Grundsicherung ist eine eigenständige soziale Leistung, die den grundlegenden Bedarf für den Lebensunterhalt älterer und dauerhaft voll erwerbsgeminderter Personen sicherstellt. Es handelt sich hierbei nicht um Sozialhilfe. Dies bedeutet, dass Kinder bzw. Eltern nicht zum Unterhalt herangezogen werden. Verfügen jedoch die Unterhaltspflichtigen über ein jährliches Einkommen ab 100.000 €, dann besteht kein Anspruch auf Grundsicherungsleistungen.


    Wer kann Leistungen nach diesem Grundsicherungsgesetz erhalten?

    Personen mit gewöhnlichem Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland, die

    1. das 65. Lebensjahr vollendet haben oder

    2. das 18. Lebensjahr vollendet haben und unabhängig von der jeweiligen Arbeitsmarktlage voll erwerbsgemindert sind
    Der Bezug einer Rente wegen Alters oder voller Erwerbsminderung wird nicht vorausgesetzt.

    Anspruch auf Leistungen haben Personen,
    • die ihren Lebensunterhalt nicht aus eigenem Einkommen und Vermögen bzw.
    • aus dem Einkommen und Vermögen des nicht getrennt lebenden Ehegatten oder des eheähnlichen Partners, soweit es deren Eigenbedarf übersteigt, bestreiten können.
    Wer hat keinen Anspruch?

    Keinen Anspruch auf Leistungen haben:
    • Personen, wenn das Einkommen von Unterhaltspflichtigen jährlich einen Betrag von 100.000 EUR (je Kind bzw. Eltern gemeinsam) übersteigt,
    • Personen, die ihre Bedürftigkeit innerhalb der letzten 10 Jahre vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt haben,
    • ausländische Staatsangehörige, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten.
    In welcher Höhe kann man Grundsicherung bekommen?

    Der Bedarf umfasst
    • den für den Antragsberechtigten maßgebenden Regelsatz der angemessenen tatsächlichen Aufwendungen für Unterkunft und Heizung (bei nicht getrennt lebenden Ehegatten und eheähnlichen Partnerschaften jeweils anteilig),
    • ggfls. anfallende Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge und
    • bei Besitz eines Schwerbehindertenausweises mit dem Merkzeichen G einen Mehrbedarf von 20 % des maßgebenden Regelsatzes.
    • Reicht zwar das Einkommen nicht aus, haben Sie aber Vermögen, das Sie für Ihren Lebensunterhalt einsetzen müssen, gibt es keine Grundsicherung. Nach Verbrauch des einzusetzenden Vermögens können Sie erneut einen Antrag auf Grundsicherung stellen.
    Wo stellt man den Antrag?

    Der Antrag kann bei der Stadt oder Gemeinde, in deren Bereich man wohnt, gestellt werden. Lebt man in einer Einrichtung, sollte der Antrag an die Stadt- oder Gemeindeverwaltung geschickt werden, in deren Bereich man vor dem Einzug in die Einrichtung gewohnt hat.
    Beratungsstellen der gesetzlichen Rentenversicherung (BfA, LVA Bundesknappschaft) nehmen den Antrag ebenfalls entgegen.


    Haben Sie noch Fragen?

    Dann können Sie sich persönlich oder telefonisch an Ihre Gemeindeverwaltung oder auch den Kreis Steinfurt wenden.
    Beratungsstellen der gesetzlichen Rentenversicherung (BfA, LVA, Bundesknappschaft) beraten ebenfalls.
    Eingehende Informationen erhalten Sie auch auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Gesundheit und soziale Sicherung.


    Druckversion anzeigen