Bronzetafeln vor Haupt- und Nebenportal der Pfarrkirche St. Gertrudis

    Zwei Bronzetafeln schmücken jetzt den Platz an der St. Gertrudiskirche. Sie wurden im Zuge der barriefreien Neugestal­tung des Kirchplatzes in Auftrag gegeben und jetzt in den Boden eingelassen. Die katholische Kirchen­gemeinde hat die Bronzetafel, die vor dem Hauptportal, die Stadt Horstmar die Bronzetafel, die vor dem Nebenportal in das Pflaster eingelassen wurde, gestaltet. Pfarrdechant Büll und Alexander Becker haben sich viele Gedanken um die Gestaltung der kirchlichen Bronzeplatte gemacht. Diese zeigt in der Mitte die Symbole des Äbtissinnenstabes der heiligen Gertrudis, der Patronin der Kirchengemeinde. Verwoben damit ist das Symbol mit dem Motiv von Kreuzweise, der ökumenischen Bewegung zwischen St. Gertrudis und der evangelischen Schwestergemeinde. Ganz bewusst wird im Text auch noch einmal Kreuzweise angesprochen. Diese Aktion wurde im Jahre 2012 ins Leben gerufen. Der Hinweis auf der Tafel steht für die Zukunft der Kirche. Die Vergangenheit wird deutlich in den Jahreszahlen 1325 bis 1806. Im Jahre 1325 erfolgte die Errichtung des Kollegiatstifts in Horstmar an der bereits bestehenden Pfarrkirche St. Gertrud. Der Pfarrer wurde zum Dechant ernannt. Der Titel ist dem Dechanten übrigens bis heute erhalten geblieben. Die gesellschaftliche Entwicklung der Stadt Horstmar wurde damals wesentlich durch die Kirche vor Ort mitgeprägt, so z._B. durch die Errichtung einer Schule. Mit der Auflösung des Fürstbistums Münster und der Säkularisation fiel u. a. Horstmar an den Fürsten zu Salm-Horstmar. Bereits 1806 wurde das Stift aufgehoben,. Danach wurde St. Gertrud reine Pfarrkirche. „Tempus figit“ ist auf der Bronzetafel zu lesen und bedeutet übersetzt: die Zeit vergeht. Im Gegensatz dazu eine weitere Gravour: „Christus manet“ Christus bleibt.

      

    Bürgermeister Wenking ergänzt, dass die städtische Bronzeta­fel das Horstmarer Wappen beinhaltet mit den am Rand abge­druckten Jahreszahlen 1269, 1969 und 2019. Die Jahreszahl 1269 markiert den Anfang der Herrschaft der Fürstbischöfe von Münster, die der Stadt die Stadtrechte verliehen haben. Die Jahreszahl 1969 steht für den Zusammenschluss von Horstmar und Leer im Rahmen der kommunalen Neugliede­rung und die Jahreszahl 2019 steht für das Jubiläumsjahr 750 Jahre Fürstbischöfe von Münster einschl. der Stadtrechte so­wie 50 Jahre Horstmar und Leer.  Die Glocken- und Kunstgießerei Rincker aus Sinn erhielt aufgrund einer Ausschreibung den Auftrag zur Anfertigung der Bronzeplatten. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 11.412,10 € und werden zu 90% aus dem Pogramm NRW "Soziale Integration im Quartier" im Zuge der Neugestaltung des Kirchplatzes gefördert. 



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